Russland – ab 2017 werden Gebühren für das Abfallrecycling fällig, die Importeure oder Hersteller tragen müssen

Russland will seine Altstoffe besser wiederverwerten. Ab 2017 müssen Hersteller und Importeure gebrauchte Waren und Verpackungen eigenständig entsorgen oder dafür zahlen. Quelle: GTAI

Bildquelle: Thorben Wengert/Pixelio
Bildquelle: Thorben Wengert/Pixelio

Grundlage der neuen Recyclinggebühr ist das föderale Gesetz Nr. 89-FS in der Redaktion vom 29.12.15. Das russische Ministerium für natürliche Ressourcen regelt darin die Umweltabgabe. Es hat eine Liste mit 36 Produktgruppen zusammengestellt, die künftig nicht mehr einfach auf der Müllhalde landen dürfen, sondern recycelt werden müssen.

Verantwortlich dafür sind nicht die Konsumenten, sondern Produzenten und Importeure entsprechender Waren. In der Testphase bis Ende 2016 müssen die Firmen ihre Abfälle zwar schon deklarieren, aber Gebühren werden erst ab 2017 fällig. Sanktioniert werden fehlende Deklarationen auch erst dann.

Die Recycling-Initiative ist eine Maßnahme, die dem russischen Staat bereits 2017 über 1 Milliarde Rubel (13,9 Mio. Euro; EZB-Wechselkurs vom 29.9.16: 1 Euro = 70,88 Rubel) einbringen soll. Sie dient in erster Linie dem Umweltschutz – und ist dringend notwendig. Erstens ist Recycling nach wie vor ein Fremdwort in Russland. Ob Pappe, Glas, Batterien oder Metalle – fast alles landet im größten Land der Welt im Restmüllcontainer. Nur wenige Regionen leisten sich teure Müllsortierzentren.

GTAI Information

 

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