Reiseberichte – Neues von der IRAN Delegationsreise

Nach den Höhepunkten des ersten Tages schließt dieser mit einem Besuch des historischen Bazars in Tabriz ab.

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Geldwechselerfahrungen – Kauflust vs. Kauffrust

Der Besuch wurde vor allem dazu genutzt, in den offiziellen Wechselstuben Geld zu tauschen. Zahlreiche Wechselstuben machten es den Delegationsteilnehmern nicht einfach. Im Iran besteht nach wie vor das Problem, des Geldtausches – direkter Wechsel ist nur an den Flughäfen und bei den größeren Banken möglich – meist auch zu ungünstigeren Konditionen als in den offiziellen Wechselstuben der Städte. So kann sich der Betrag schon mal um das Dreifache unterscheiden. Ebenso ist der hohe Wertverlust der Landeswährung „Rial“ ein Problem – so dass kaum noch Münzen genutzt werden, weil es hierfür keinen Gegenwert gibt. Kreditkarten werden, trotz VISA Deklarierung an den Schaufenstern, meistens nicht akzeptiert – was zu einigen Umständen führen kann, wenn das Bargeld knapp – die Kauflust groß ist.

Die Reiseprogrammpunkte für den kommenden Tag umfassten einen Besuch in der Verwaltung der Abfallentsorgung der Millionenstadt Tabriz und den Besuch der Traktorenfabrik Tractor Sazi Tabritz.

 Besuch der Verwaltung für Abfallentsorgung – Länder und ihre Sitten 

Andere Länder andere Sitten – der Besuch der Verwaltung für Abfallentsorgung überraschte die Delegationsteilnehmer. Die Millionenhauptstadt Tabriz, welche stets einen sauberen und sehr gepflegten Eindruck hinterließ, verfügt über kein Entsorgungssystem, wie es den Teilnehmern aus der Heimat bekannt ist. Mülltrennung gibt es nicht – somit stellt die Entsorgung eines der großen Probleme von Tabriz dar, wenn man betrachtet, dass ein Abfallaufkommen vom 473.000 to/Jahr anfällt und am Rande der Stadt auf einer Deponie gesammelt wird. In Gesprächen zwischen den Unternehmen und der Verwaltung werden hier bereits Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet. Auch hier ist das Interesse an Investitionen vorhanden. 

Besuch der Traktorenfabrik Tractor Sazi Tabriz

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Die Traktorenfabrik befindet sich am Rande der Metropole und arbeitet überraschenderweise fast autark. Von der Metallpulvermischung für Gussteile über die Zahnrad-, Antriebswellen-, Getriebe- und Motorenfertigung bis hin zum fertigen Endprodukt wird hier alles in Eigenproduktion hergestellt. Die Fertigungstiefe ist für deutsche Verhältnisse außergewöhnlich hoch. Drei Traktorenklassen werden hier gefertigt. Das Unternehmen mit seinem mehr als 5.000 Beschäftigten, ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Die Delegationsteilnehmer haben die Ehre, einen nagelneuen Traktor vom Band zu fahren. Durch das sehr weitläufige Gelände wurden die Delegationsteilnehmer vom Vizedirektor Ali Sarikhan begleitet, teilweise mit Kleinbussen der Traktorenfabrik – die aufgrund der Weitläufigkeit von Nöten waren.

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