Reisebericht IRAN: Tag 5 – “Teheran die Vierte”

Wir checken aus dem Hotel aus und fahren mit unserem Bus zur Sharif-Universität Teheran. Die Sharif-Universität für Technologie ist die renommierteste technisch-wissenschaftliche Hochschule im Iran. Sie liegt in der Nähe des Azadi-Platzes in Teheran.

Europe and Iran flag
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Besuch der Sharif-Universität Teheran

Die Universität wurde im Jahre 1965 nach dem Vorbild des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründet. Zurzeit sind über 9000 Studenten an 15 meist naturwissenschaftlichen Fakultäten der Scharif-Universität immatrikuliert.

Unser Besuch kam auf Initiative und Vermittlung von Dr. Javadi, Iranian Academics and Specialists Association (IRASA) zu Stande. Wir wurden vom Direktor für Intenationale Beziehungen empfangen, der die Aktivitäten der Universität in den Bereichen „Technologieentwickung“ und „Förderung des Unternehmertums“ vorstellte. Die an der Universität tätigen Professoren haben oft eigene private Unternehmen, teils mit Unterstützung der Universität gegründet. Eine zentrale Herausforderung ist die Bereitstellung von Startkapital. Von ca. 100 jährlich eingereichten Projektideen werden 11 Vorschläge für eine Startkapitalfinanzierung akzeptiert, die restlichen Projekten suchen auf dem freien Markt nach Industriepartnern und Investoren. Der stärkeren Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft haben sich die Sharif Technology Transfer Offices verschrieben. Es existieren Match-Making-Programme zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, IP-Programme, Manager-Programme sowie Inkubatoren- und VC-Projekte. Das VC-Center wird von der Regierung gefördert.

Die Universität ist an einigen, teils internationalen Projekten, mit bis zu 30 % beteiligt. Die Einnahmen kommen weiteren Wirtschaftsprojekten zu Gute. Beispielhaft für zahlreiche Projekte wurden genannt: Artificial Skin Project und der Sharif Accelerator, in deren Ergebnis entweder eine Lizensierung oder aber ein Start-Up steht. Derzeit studieren nur wenige ausländische Studenten an der Sharif-Universität – der maßgebliche Grund dafür sind sicher die erforderlichen persischen Sprachkenntnisse.

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Im Ergebnis des Besuches wurde ein intensiverer Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen der Start-Up Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und der Sharif-Universität in den Gebieten Automobil, Energie/Umwelt/Wasser, Telemedizin, IT-Gesundheit und Gesundheit-Kosmetik, angeregt. Auch hier steht im Mittelpunkt des Interesses die Gründung von entsprechenden Firmen im Iran, so z.B. im Bereich Photovoltaik.

Bazaar-Besuch und Besuch der Imamzadeh Saleh Moschee am Tajrish-Platz

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Wir fahren in Richtung Zentrum und stoppen nach einem Mittagessen im Restaurant Mestooran am Tajrish Bazaar. Bevor wir jedoch in das Bazaar-Getümmel eintauchen, wollen wir die Imamzadeh Saleh Moschee am Tajrish-Platz im nördlichen Stadtteil Shemiran besuchen.

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Die Moschee beherbergt die sterblichen Überreste von Saleh – Sohn des zwölften Shia-Imams, Musa al-Kadhim. Nach einem kurzen Bummel auf dem Bazaar besteigen wir um 16:00 den Bus in Richtung Isfahan – der letzten Station unserer Reise. Dazu müssen wir aus dem Norden kommend die gesamte Stadt in Richtung Süden durchqueren.

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Nach etwa 4 Stunden erreichen wir schließlich den südlichen Stadtrand und fahren auf einer Mautautobahn durch die Nacht nach Isfahan. Nach einem Zwischenstopp an einer Raststätte in Maral erreichen wir schließlich um 1:30 Uhr das Hotel Avin in Isfahan.

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