Reisebericht IRAN – Neues von Gastfreundlichkeit – Maschinen „Made in Germany“ – Abschieden und Verspätungen

Gastfreundlichkeit und Geschäftsbeziehungen

Bereits gestern berichteten wir kurz von dem Besuch der Delegationsteilnehmer in der Traktorenfabrik Tractor Sazi Tabritz. Nach Beendigung der Besichtigung der Motorenfabrik erhielt die Delegation vom Vizedirektor Ali Sarikhan überraschend die Einladung zu einem kleinen Zusammentreffen, ein sogenanntes „Get-Together“ auf iranischer Gastfreundlichkeit.

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Problematisch gestaltete sich die Annahme der Einladung aufgrund der feststehenden Abflugzeiten nach Teheran, da sich die Gruppe schon zu diesem Zeitpunkt mächtig im Zeitverzug befand. Es wurde nicht lang überlegt – der Einladung wurde Folge geleistet – zur großen Überraschung der Delegationsteilnehmer, da der Gastgeber sie mit einem kleinen Empfang im großen Sitzungssaal des Unternehmens begrüßte. Die Gruppe wurde vom Firmendirektor persönlich begrüßt und in Empfang genommen.

Die Delegationsteilnehmer hatten hierbei nochmal die Möglichkeit, ihre Bewunderung zur Herstellungs- und Fertigungstiefe darzustellen. Allen ist klar, dass diese Tiefe im Heimatland nicht mehr – wenn nur noch selten vorkommt. Auch wenn der Maschinenpark nicht mehr auf dem neusten Stand ist – die Stimmung ist positiv, denn die ersten Maschinen aus Deutschland stehen bereits in der Fabrik. Vizedirektor Ali Sarikhan bekräftigte, dass weitere Maschinen folgen sollen. Man fokussiert hier die deutsche Wertarbeit und die deutsche Qualität. Um Geschäftsbeziehungen neu auszugestalten und/oder alte Verbindungen wieder herstellen zu können, ist eine Geschäftsreise vom Vizedirektor Ali Sarikhan nach Deutschland erforderlich. Leider gab es in der jüngsten Vergangenheit ein hohes Aufkommen an Visumbeantragungen, was das Vorhaben der Geschäftsreise noch blockierte. Die IHK Potsdam positioniert sich und verspricht, das direkt in Teheran die Botschaft und die AHK (Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer) angesprochen werden, um eine geeignete Lösung zu finden. Die deutsch-iranischen Handelsbeziehungen greifen auf eine lange Erfahrung zurück und waren in der Vergangenheit schon als sehr eng anzusehen, denn ungefähr 30 Prozent der industriellen Infrastruktur in Iran stammt aus deutscher Produktion. Infolge der internationalen Sanktionen (wegen des iranischen Nuklearprogramms) sind die Handelspartnerschaften seit 2007 rückläufig und konnten sich erst wieder im Jahr 2014 entspannen und neu entwickeln. Nach dem Austausch von Gastgeschenken hatten es die Teilnehmer der Delegationsgruppe sehr eilig.

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Der Verspätungspunkt hatte sich zu diesem Zeitpunkt so vergrößert (um mehr als 2 Stunden), dass es fast unmöglich erschien die vorgesehene Maschine der iranischen Fluggesellschaft ATA zu erreichen. Mit viel Glück – positiven Eindrücken und guter Laune, erreichte die Gruppe den Flughafen und startete pünktlich durch nach Teheran. Wir werden über die Ankunft und die weiteren Eindrücke und Erlebnisse – aus Teheran berichten.

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