Reisebericht IRAN – Austausch zu Wirtschaftsentwicklungen und zukünftigen Kooperationen

Am heutigen Tage stand der Besuch der Iranischen Industrie- und Handelskammer (TCCIM) in Teheran an.

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Die Hauptaufgaben der Iranischen Handelskammer im  Iran stellen beispielsweise auf die Förderung der Privatwirtschaft – Unterstützung in der Zusammenarbeit mit nationalen Wirtschaftsverbänden – Bereitstellung von technischen Anlagen und Kompetenzen für Unternehmen – Herstellung von Beziehungen und Zusammenarbeit zu anderen internationalen Handelskammern ab. Nach Ankunft in in der Kammer, hieß es für die Delegationsteilnehmer – Warten!  Diese gewonnene Zeit nutzte der AHK Geschäftsführer Rene´ Harun, um auf die aktuelle wirtschaftliche Situation im Iran und die damit verbundenen Herausforderungen hinzuweisen. Die AHK (mit Sitz in Teheran) hat als Aufgabenschwerpunkte, die Organisation von Delegationsreisen in den Iran und nach Deutschland. Sie informiert auf Veranstaltungen in beiden Ländern über die wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Verhältnisse sowie über Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

 

Bildquelle: AHK Iran

Rene´Harun verdeutlichte, dass in 2017 ein Handelsvolumen zwischen den beiden Staaten von ca. 5 Milliarden Euro erwartet werden kann. Deutschland ist bereit, für den IRAN, Handelspartner Nummer eins zu werden. Bereits in 2015 lag der Handel mit 25 % über den Vorjahreszahlen. Harun berichtete weiter, dass es noch einige Herausforderungen geben wird, um florierende Handelsgeschäfte zwischen Deutschland und dem IRAN aufzubauen – hierzu müssen die Geschäftsbeziehungen der beiden Staaten vertieft werden. Die aktuellen Strukturen und Situationen erinnern an die einstige Handelssituation mit Russland, in den 90´ iger Jahren.

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Ebenso nutze Farhrad Sharif – stellvertr. Geschäftsführer der Iranischen Handelskammer und Leiter des Bereiches Internationale Angelegenheiten – die Gesprächsrunde, um über die Interessen und Möglichkeiten der Kammer hinzuweisen. In Kooperationen mit der AHK Teheran gilt hier als Hauptziel, die Finanzierungen von Warenlieferungen und Projekten durch die deutschen Banken wieder in Gang zu bringen, welche sich momentan noch als schwierig erweisen. Auch aufgrund der Sanktionslockerungen gibt es hierbei noch die größten Schwierigkeiten für Unternehmen, die einen unkomplizierten Zahlungsverkehr und Handel mit dem IRAN abhandeln wollen. Farhrad wies dabei auf ein wichtiges Schlüsselprojekt, die Lieferung Flugzeugen, hin. Die iranische Luftflotte bedarf dringender Modernisierung, was in der Vergangenheit, wegen der Sanktionen nicht möglich war.

Interessant ist ebenso die Information, dass Warenimporte aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den letzten Jahren um 40 % sanken, da wieder der direkte Warenverkehr ins Land möglich ist.

Als wichtige Wirtschaftsschwerpunkte werden der Energiesektor, die Landschafts- und Nahrungsmittelindustrie, der Transport- und Logistiksektor, die Automobil und die Petrochemie angesehen. Diese Bereiche stellen einen wichtigen Faktor dar. Die Delegationsteilnehmer nutzten die Gelegenheit, um sich explizit zu Abläufen und Geschäftsmöglichkeiten zu informieren.

Lesen sie nächste Woche, was die IHK-International Reporter über die zahlreichen Geschichten, unter dem Motto: „Was sonst noch so geschah…“ zu berichten haben.

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