Exportkreditgarantien: Erleichterungen bei Ausfuhrgeschäften nach Afrika greifen

Die Bundesregierung hat die Konditionen für die staatlichen Exportkreditgarantien bei Ausfuhren in ausgewählte afrikanische Länder deutlich verbessert und damit das Exportgeschäft für deutsche Unternehmen erleichtert. Zahlreiche Projekte konnten dadurch realisiert werden.

Bundesminister Altmaier: „Unternehmen spielen bei der wirtschaftlichen Entwicklung Afrikas eine Schlüsselrolle. Mit den Exportkreditgarantien unterstützt die Bundesregierung das Engagement deutscher Unternehmen für den afrikanischen Kontinent.“

Die Verbesserung der Konditionen zahlt sich nun aus: Mit 1,09 Milliarden Euro hat sich das Deckungsvolumen für Afrika in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt (1. Halbjahr 2017: 0,44 Milliarden Euro) und liegt damit schon jetzt über dem Niveau des gesamten Vorjahres (2017: 1,07 Milliarden Euro). Auf die Region Subsahara-Afrika entfielen 0,55 Milliarden Euro (2017: 0,25 Milliarden Euro). Zu den TOP 5 Ländern gehören Burundi, Südafrika, Kenia, Angola und Benin.

Insbesondere wird die jüngste Entscheidung der Bundesregierung, den Selbstbehalt für ausgewählte Afrikageschäfte von zehn auf fünf Prozent zu senken, erfolgreich angenommen. Bereits wenige Wochen nach dieser Entscheidung flankiert der Bund zwei größere Ausfuhrgeschäfte mit einer staatlichen Exportkreditgarantie. Mit einem Projekt unterstützt er den Export dezentraler Solaranlagen und Energiespeicher in den Senegal. Damit sollen in den kommenden Jahren 300 Dörfer eine Stromversorgung erhalten. Bei dem zweiten Geschäft fördert der Bund die Lieferung von Ambulanzfahrzeugen nach Ghana.

Um Ausfuhrgeschäfte nach Afrika zu erleichtern, hatte die Bundesregierung Anfang Juni 2018 den Selbstbehalt bei Deckungen für Geschäfte mit dem öffentlichen Sektor in jenen Ländern gesenkt, die im Rahmen der G20-Initiative „Compact with Africa“ die Rahmenbedingungen für private Investitionen verbessert haben.

Der reduzierte Selbstbehalt gilt für die Absicherung von Lieferungen und Leistungen nach Côte d’Ivoire und in den Senegal sowie – unter gewissen Voraussetzungen – nach Äthiopien, Ghana und Ruanda. Sofern es die politische und wirtschaftliche Lage in den Ländern zulässt, wird die Bundesregierung die Regelung auf weitere Staaten Subsahara-Afrikas ausweiten.

Auch die staatlichen Absicherungen für Geschäfte mit anderen Ländern sind gestiegen: Unsichere Entwicklungen auf wichtigen Exportmärkten ließen die Nachfrage nach Exportkreditgarantien im ersten Halbjahr 2017 für Geschäfte weltweit ansteigen. Folglich hat die Bundesregierung Neudeckungen von 8,1 Milliarden Euro (+ 5,7 Prozent) übernommen, 77 Prozent davon für Geschäfte mit Schwellen- und Entwicklungsländern.

Weitere Informationen zu den Instrumenten der staatlichen Exportkreditgarantien finden Sie unter www.agaportal.de

Quelle: BMWi Pressemitteilung

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40 digitale Geschäfts-opportunitäten in Afrika

Bildungssysteme für das ländliche Namibia, verbesserte Hygiene in südafrikanischen Kliniken durch digitales Tracking und digitale Infrastruktur für Kenias Behörden?

In Kooperation mit dem Netzwerk der Auslandshandelskammern hat die Strategische Partnerschaft digitales Afrika des BMZ 40 Geschäftsopportunitäten in Subsahara-Afrika identifiziert und zu Business Cases entwickelt. Was noch fehlt für die Projektumsetzung in den Ländern Südafrika, Kenia, Nigeria, Sambia und Namibia sind deutsche oder europäische Technologie-Partner.

Über die Plattform www.the-missing-link.eu können Unternehmen mit nur wenigen Klicks  Projekte der Entwicklungszusammenarbeit finden, die für sie Geschäftschancen bergen. Eine knappe Darstellung finden Projektinhalt, Rahmenbedingungen und Finanzierungsdeckung. Die Auslandshandelskammern unterstützen Interessenten dann bei folgenden Schritten bis hin zu einem möglichen Projektstart. Beratung und Begleitung sind für die Unternehmen hierbei kostenlos.

 

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Praxisleitfaden: Interkulturell kompetent unterwegs in Subsahara-Afrika

Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft haben anders geprägte Denk- und Verhaltensmuster. Darauf muss man sich einstellen können, wenn man im Ausland wirtschaftlich tätig sein will. Wer mit Menschen in Kontakt treten, kommunizieren und verhandeln will, der muss ihre Werte und Gepflogenheiten kennen. Sonst sind Missverständnisse vorprogrammiert – und damit das Scheitern von internationalen Geschäftsbeziehungen.

Praxisleitfaden: Interkulturell kompetent unterwegs in Subsahara-Afrika weiterlesen

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Präferenzen – Vorläufige Anwendung des Wirtschaftspartnerschaftsabkommen EU-SADC (südliches Afrika)

Nachdem das Europäische Parlament am 14. September 2016 dem Abkommen zugestimmt hat und Botswana, Lesotho, Namibia, Swasiland und Südafrika, die gemeinsam die Southern African Customs Union (SACU) bilden, die Ratifizierung des Abkommens notifiziert haben, wird das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit SADC gegenüber SACU seit 10. Oktober 2016 vorläufig angewendet. Jedoch gilt die vorläufige Anwendung nicht für  die Republik Mozambik.

Bei der Ausfertigung von Lieferantenerklärungen können bei der Angabe des Warenverkehrs sowohl einzelne beteiligte SADC-WPA-Staaten als auch “SADC” angegeben werden.

Quelle: IHK Aachen
Quelle: IHK Aachen

Präferenzen – Vorläufige Anwendung des Wirtschaftspartnerschaftsabkommen EU-SADC (südliches Afrika) weiterlesen

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