Das Vereinigte Königreich hat am 4. Februar 2019 mitgeteilt, dass es im Fall eines Brexit ohne Austrittsabkommen ein vereinfachtes Verfahren für Importe von EU-Waren geben wird. Diese Regelung soll dann ab dem 30. März 2019 gelten und die Einfuhr von Waren aus der EU über Roll-on-Roll-off Standorte wie Dover oder den Eurokanal erleichtern.

Registrieren kann man sich mit der EORI-Nummer, der USt-ID (falls vorhanden), und der Anschrift des Firmensitzes im Vereinigten Königreich. Dies gilt für Waren die über die EU einreisen und alle Zollformalitäten der EU erfüllen, jedoch nicht für Im- und Exporte zwischen Nordirland und Irland.
Die Registrierung kann online erfolgen.
Das vereinfachte Verfahren soll Handelsströme in Bewegung halten. Britische Importeure können im vereinfachten Verfahren die Zollanmeldungen einen Monat bis nach der tatsächlichen Einfuhr aufschieben. Angefallene Zölle und Steuern werden am 15. Tag des Monats, nach Eintreffen der Ware im Vereinigten Königreich per Lastschrift eingezogen. Wartezeiten an den Häfen und dem Eurotunnel sollen damit verkürzt werden. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass es zu Wartezeiten und Kontrollen auf der EU-Seite kommen wird.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetseite der Britischen Regierung: https://www.gov.uk/guidance/register-for-simplified-import-procedures-if-the-uk-leaves-the-eu-without-a-deal
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