Bildung – made in Brandenburg und Hangzhou

Jens Werthwein über den Zusammenhang von Wirtschaft und Bildung ©IHK Potsdam/SYS

24.10.2018 – Ein gelungener Austausch über Bildungssysteme zur beruflichen Aus- und Weiterbildung in China und Deutschland fand heute in Kooperation mit der Feelnow GmbH in unserem Haus zwischen deutschen und chinesischen Berufsschulleitern,  Bildungssystemträgern und Interessierten statt.

Deutschland geht voran mit einem zukunftsorientierten Modell – “was die Wirtschaft von heute und morgen braucht, wird in der Berufsausbildung praktisch aufgegriffen”, so stellte Jens Werthwein, Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft der IHK Potsdam, einleitend den Zusammenhang zwischen Bildung und Wirtschaft dar. Berufsbilder werden geformt, Standards gesetzt und notwendige Kompetenzen geschult, vermittelt und qualifiziert.

Wolfgang Spieß zur Berufsausbildung in Brandenburg ©IHK Potsdam/SYS

Eine “enge Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Schule mit einem Schwerpunkt im praktischen Erlernen von Fähigkeiten” (70% Lernzeit im Betrieb) ist Markenzeichen der Dualen Berufsausbildung hier, erläuterte Wolfgang Spieß, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung der IHK Potsdam.

“Berufsausbildung in China läuft anders”, so Frau Xu Qianqian der Hangzhou Electronic Information Vocational School.

Dort verbringen Schüler in einem internatsgleichen Modell ihre Studienzeit mit Praxiseinheiten an Schulen, die je nach Schulabschlussnote als Einstiegskriterium und gewähltem Berufsbild qualitativ unterschiedliche Grund-, Mittel- und Oberstufen kennen. Das System ist anders, nicht direkt vergleichbar. China fördert massiv den Auf- und Ausbau des Berufsbildungssystems, dort werden Berufsschulen staatlich gefördert und im Falle unserer Delegation aus Hangzhou u.a. mit Betrieben im Straßen- und Verkehrssektor (z.B. Maschinenbau für Metros) oder aus der Hotellerie gekoppelt. Aktuell, berichtet Frau Xu, zählt  Hangzhou rund 10.000 Schüler im Modell der Berufsausbildung, gelehrt wird hier an 61 Berufsschulen. In der Provinz Zhejiang schätzt man die Zahl der Berufsschüler auf über 236.000 (2015), so Herr Lu Dan, Delegationsleiter des Hangzhou Municipal Education Bureau.

Gelehrt wird in China längst nicht mehr nur aus Büchern. Apps und technische Hilfsmittel gehören hier regelmäßig dazu – Lernen und leben läuft dort digital. “Sie nehmen auch im Alltag ja kein Bargeld mehr für Einkäufe. Sie gehen in Hangzhou nur noch mit dem Smartphone aus dem Haus, den Rest brauchen man bei uns nicht mehr.” – kommentiert Frau Xu zum Fortschritt in der Stadt, in der u.a. Alibaba seinen Hauptsitz hat.

Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen zur Vocational Education und Kontakte zu Berufsschulen in China. Wir beraten Sie gerne zu möglichen Kooperationsfeldern und mehr.

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